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Genug ist genug

Abnehmen war zwei Jahre lang mein Thema.

Ausschließlich.

 

Von morgens bis abends kreisten meine Gedanken um Diäten, Gewicht, Kaloriendefizit und Sport.

Wenn ich morgens darüber nachgedacht hatte, was ich tagsüber essen durfte, so fragte ich mich abends warum ich die ständige Selbstbeschränkung nicht einhalten konnte.

Zwischendurch führte ich Strichlisten über die getrunkene Wassermenge und rechnete mir online die vertilgte Eiweißmenge und den Kohlehydratanteil meiner Speisen aus. Wie viel Gramm Fett ich gegessen hatte, durfte natürlich nicht fehlen.

Kontrolle war zwei Jahre lang mein Leben.

Diese ständige Überwachung zehrte so sehr an meiner Kraft, dass ich nicht mehr in der Lage war, an etwas anderes zu denken.

 

Jetzt reicht es. Es ist genug.

 

Ich will mir meinen Horizont nicht mehr selbst beschränken.

Ich will wieder über die herrlichen Farben der herbstlichen Blätter oder über den morgendlichen Nebel schreiben, der alles in ein mystisches Licht taucht.

Ich möchte von den Launen unseres Hundes erzählen, von meinen Abenteuern mit der DB.

Ich will mich über Politik aufregen und beim Gedichteschreiben in opulenten Wortbildern schwelgen.

Ich will wieder ganz und gar am Leben teilnehmen, mich berühren lassen und Neues kennen lernen.

Ich will wieder kreativ und bunt sein – nicht nur schwarz-weiß.

 

Wegen all dieser Dinge und aus noch tausend anderen Beweggründen schreibe ich nicht mehr auf meinem Blog „Pfunderbar“.

Dort werde ich anderen, die sich Lesern mitteilen wollen, eine Plattform bieten, so dass sie Artikel über ihren Abnehmweg schreiben und anderen damit evtl. helfen können.

 

Hier wird es sich um die ganze Palette des Lebens mit all ihrer bunten Vielfalt drehen.

Seid gespannt!

Ich bin es auch.

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