Nacht

Nacht webt Samt auf meine Lider,

streift sie leis mit Traumgefieder.

Stern um Stern tritt glänzend auf,

dort am hohen Himmelslauf.

 

Silbern duftend voller Pracht

sinkt Glanz herab aus dunkler Nacht.

Bald küsst er wach mein schlafend Leben,

das tags dem Alltag ist ergeben.

 

Werde weit, oh Seele, mein,

unter all der Sterne Schein.

Nachtgesang trägt dich empor

zu der Sternenstille Tor.

 

Gleite auf geheimen Schwingen

hoch hinauf zum ew´gen Singen

meiner Träume Wirklichkeit,

wo das Sehnen endlich schweigt.